Landwirtschaftliche Beratungs- und WeiterbildungsGesellschaft


Angebot

Unser Angebot für Sie

  • ein halber Seminartag zur Sachkunde im Pflanzenschutz als amtlich anerkannte Weiterbildungsmaßnahme gemäß § 7 Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung
  • eine amtlich anerkannte Teilnahmebescheinigung für den Erhalt Ihrer Sachkunde im Pflanzenschutz
  • angenehme Atmosphäre mit begrenzter Teilnehmerzahl
  • Möglichkeit zur Diskussion der Fachthemen mit unseren Dozenten
  • Schulungssorte in Ihrer Nähe

Unsere Seminarinhalte

Die inhaltliche Ausgestaltung unserer Seminare entspricht den Vorgaben der Leitlinie zur bundesweiten Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen gemäß § 7 Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung (PflSchSachKV). Die Veranstaltungen wurden entsprechend der gesetzlichen Anforderungen konzipiert und durch den amtlichen Pflanzenschutzdienst geprüft und anerkannt. Wir bieten Ihnen aktuelle Fachinformationen zu folgenden Themengebieten:

  • Rechtsgrundlagen im Pflanzenschutz, wesentliche Bestimmungen zur rechtskonformen Anwendung, Handhabung und Lagerung von Pflanzenschutzmitteln, wie Pflanzenschutzgesetz (PflSchG), Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung (PflschSachKV), Verordnung (EG) Nr. 1107/2009, EU-Rahmenrichtlinie (RL-2008/128/EG), EU-Maschinen-Richtlinie (RL-2009/127/EG) u.a.
  • Erläuterung der Anwendungsbestimmungen und Auflagen von Pflanzenschutzmitteln, wie Indikationen, Auflagen zum Gewässer-, Bienen-, und Anwenderschutz u.v.m.
  • Integrierter Pflanzenschutz
    • Ziele, Grundsätze und Verfahren des Integrierten Pflanzenschutzes
    • Beispiele für Kulturpflanzen- und sektorspezifische Leitlinien
    • Grundlagen der Entscheidungsfindung
  • Pflanzenschutzanwendungstechnik - Fachinformationen zum Einsatz von Pflanzenschutzgeräten nach guter fachlicher Praxis im Pflanzenschutz
  • Umgang mit Pflanzenschutzmitteln - Risiken für Anwender, Verbraucher und die Umwelt und Strategien zur Minderung dieser Risiken

Hintergrund

2009 verabschiedet die Europäische Kommission neue Rechtsakte zum Pflanzenschutz. Diese sind in Deutschland entweder direkt rechtsverbindlich, wie die EU-Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 über die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, oder durch die Mitgliedstaaten in dem vorgegebenen Rahmen umzusetzen, wie die EU-Rahmenrichtlinie 128/2009/EG zur nachhaltigen Verwendung von Pestiziden.

In Deutschland erfolgte die Anpassung des Pflanzenschutzrechtes an die europäischen Vorgaben Anfang 2012 durch das Inkrafttreten des neuen "Gesetzes zum Schutz der Kulturpflanzen"(kurz: Pflanzenschutzgesetz - PflSchG) am 14.02.2012. Darin werden die im europäischen Recht fixierten Anforderungen aufgegriffen und in nationales Recht umgesetzt. Zur konkreten Durchführung des Gesetzes bzw. zur Regelung von einzelnen Sachverhalten wurden nachfolgend verschiedene Verordnungen erlassen (u.a. die Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung, die Pflanzenschutz-Geräteverordnung oder die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung).

Bereits seit langem besteht in Deutschland die Pflicht zur Sachkunde im Pflanzenschutz für die Anwendung und den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln bzw. die Beratung zum Pflanzenschutzmitteleinsatz. Weil sowohl die verwendeten Pflanzenschutzgeräte und die verfügbaren Pflanzenschutzmittel, als auch die Grundlagen zum Umgang mit diesen einem ständigen Wandel unterliegen, führte der Gesetzgeber zum 01.01.2013 in Deutschland für alle Sachkundigen im Pflanzenschutz die Pflicht zur regelmäßigen Weiterbildung ein. Seit dem müssen alle Sachkundigen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren an einer amtlich anerkannten Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme zur Sachkunde im Pflanzenschutz teilnehmen. Der erste 3-Jahres-Zeitraum endet am 31.12.2015. Bis dahin müssen alle Sachkundigen, die ihre Sachkunde vor dem 01.01.2013 erworben haben, an mindestens einer entsprechenden Maßnahme teilgenommen haben.